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Der Michaelisbote

Heute zählen Informationen zu den wichtigsten Dingen des täglichen Lebens. Auch wir möchten Sie auf dem laufenden halten! Vierteljährlich erscheint daher unser Michaelisbote, der Sie über die aktuellen Geschehnisse und Neuigkeiten in unseren Gemeinden Luisenthal, Gräfenhain/Nauendorf und Ohrdruf informiert.

Erhältlich ist der aktuelle Michaelisbote bei den Gottesdiensten sowie in den Pfarrbüros der Gemeinden. In Kürze werden wir Ihnen auch eine Online-Ausgabe präsentieren, die dann auch aktuellste Informationen enthält.


Themen der aktuellen Ausgabe

  • Neue Landesbischöfin in Gotha
  • Bach´sche Kaffeetafel
  • Stufen des Lebens - Religionsunterricht fĂĽr Erwachsene
  • Eröffnung des Kirchenladens "MannaManna"
  • Bachtage Ohrdruf
  • Konfirmationen
  • Glocken in Luisenthal
  • Ostergeschichte
  • Renovierung Gemeinderaum in Petriroda
  • und weitere Themen ...


Andacht zum Michealisboten 3/2010
Sonntag, den 18. Oktober 2009 um 10:49 Uhr

Liebe Gemeinden,

wir stehen beim Metzger im Laden. Eine junge Frau mit ihrem kleinen Kind wird gerade bedient. Als sie alles hat und bezahlt, reicht der freundliche Metzger dem Kind eine dünne zusammengerollte Scheibe Fleischwurst. „Bitte schön“, lächelt er zum Kind hinunter. Alle Blicke im Laden sind auf das Kind gerichtet und eine merkwürdige Stille kommt auf. Die Mutter schiebt ihr Kind näher zur Theke und sagt lang gezogen: Naaaaa....?! Das Kind ergreift die Fleischwurst und flüstert: „Danke!“. Alle im Laden atmen auf. Der Metzger lächelt zufrieden und die Mutter ist glücklich. Es hat mal wieder funktioniert. Das Bitte- und Dankesagen gehört inzwischen wieder zu den Grundpfeilern der Höflichkeit in unserer Gesellschaft. Überhaupt sind jetzt Benimmregeln und Umgangsformen wieder gefragt. Im größten Erfurter Buchladen liegen sie im Regal eines neben dem anderen, für den Mann, für die Frau, für die verschiedensten gesellschaftlichen Ereignisse und Anlässe. Das es nicht egal ist, wie wir miteinander umgehen, wie wir uns verhalten und wie wir zueinander stehen, kann man auch erfahren, wenn man zur Bibel greift. „So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt.... und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles.“ So steht es im Epheserbrief. Dankbare Menschen wissen, dass vieles im Leben nicht selbstverständlich ist. Gerade das Erntedankfest, das wir jetzt im Oktober wieder feiern, erinnert uns daran. „Danke“ zu sagen, nicht nur wir Menschen untereinander, sondern auch zu Gott als Geber aller Gaben, stellt uns in einen größeren Lebenszusammenhang und gibt unserem Herzen eine wohltuende Weite. Und so können wir sprechen: „Danke, Gott, für die Ernte auf den Feldern, für das tägliche Brot und auch für die Scheibe Fleischwurst vom Metzger.“


Ihre Pastorin Ulrike Weber

 
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